Okt. 2013, Schwarz-Weiß

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Über die Schwarzweißfotografie sind schon ganze Bücher geschrieben worden und auch ich werde hier sicher zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal darüber schreiben, immerhin liegt darin der Anfang der Fotografie und außerdem auch heutzutage noch ein wichtiges Gestaltungsmittel.

Hier möchte ich diesmal einfach beschreiben, was für mich wichtig ist, wenn ich ein Bild in ein Schwarz-Weiß umwandle.

Ein Schwarz-Weiß zu erstellen ist nicht schwierig, das kann so ziemlich jedes Bildbearbeitungsprogramm, die entscheidende Frage ist, wann es sinnvoll ist. Letztlich muss das natürlich Jeder selbst wissen, will sagen, was ich hier beschreibe ist mein Verfahren zu dieser Einschätzung zu kommen.

Bei mir ist es zu so einer Art Automatismus geworden, mich bei jedem Bild zu fragen, wie es in schwarz-weiß aussehen würde und bei vielen probiere ich es dann auch einfach aus. Im Vergleich wird dann klar: Braucht das Bild die Farbe überhaupt (wenn davon sowieso nur wenig vorhanden ist, meist nicht) und gewinnt es durch das Schwarz-Weiß-Format vielleicht sogar?

Fakt ist, in einem Schwarz-Weiß-Bild treten die Gegensätze von Hell und Dunkel deutlicher in den Vordergrund (weil die Gegensätze der Farben eben fehlen), dies war der Grund dem obigen Foto die Farbe zu nehmen, um den extrem dunklen Himmel in den Fokus zu rücken. Außerdem werden Linien und Strukturen, die mitunter von Farben verschluckt werden, besser deutlich, hier z.B. der Steg.

Negativbeispiel

Wenn die Farbe allerdings ein Hauptbestandteil des Bildes ist, kann durch die Entfernung derselben auch viel verloren gehen, wie das obige Bild (Foto des Monats Juni 2013) zeigt. Das linke Bild lebt von der durchgehenden Blaufärbung des klaren Himmels und strahlt eine gewisse Ruhe aus, diese fehlt dem rechten Bild allerdings völlig, der bedrohlich wirkende Himmel könnte auch komplett wolkenverhangen sein. So ein Effekt kann natürlich auch beabsichtigt sein.

Also: Mut zum Monochromatismus 😉

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