5 Tage in der Hardangervidda – Teil 3

img_9343-2Für den nächsten Tag stand mit ca. acht Stunden wieder eine etwas längere Etappe an, weshalb ich früh aufstand und die Hütte verließ um wieder am frühen Nachmittag an der nächsten Hütte anzukommen. Der neue Tag begann, wie der letzte geendet hatte, bedeckt, aber größtenteils trocken. In dem Moment allerdings, als ich die Hütte verließ ging noch einmal ein kurzer Schauer nieder, der von plötzlich durchbrechendem Sonnenlicht angestrahlt wurde und so einen kräftigen Regenbogen erzeugte.

img_9182-2img_9262-2Ein Stück weit oberhalb der Hütte warf ich noch einen letzten Blick zurück auf die karge, teilweise schneebedeckte Felslandschaft, durch die ich den ganzen vorigen Tag gelaufen war. Das Stück bis zur letzten Hütte auf meinem Weg, Stavali, sollte deutlich mehr Vegetation aufweisen, was trotzdem immer noch bedeutete, dass mir keine Pflanzen über den Knöchel reichten. Das Wetter an diesem neuen Tag war nun auch wieder deutlich besser als noch am Tag zuvor, so dass ich weitgehend trocken mein letztes Etappenziel vor der Rückkehr in die Zivilisation erreichte. Wer genau hinsieht, kann auf dem folgenden Bild bereits die Hütte erkennen. Der Moment, wenn die Hütte zum ersten Mal hinter einer Biegung erscheint, ist immer ein sehr schöner, da man dann das Ziel direkt vor Augen hat (auch wenn es dann noch gut eine Stunde dauern kann, bis man tatsächlich ankommt, hier ging es allerdings schneller).

img_9317-2Diese große (dreistöckige!) Hütte, in der ich diese letzte Nacht verbrachte, bot einigen Luxus, den man hier in der Wildnis eigentlich nicht erwarten würde, z.B. einen holzbeheizten Außenpool. Ich beschränkte mich allerdings auf eine kleine Runde Blaubeeren sammeln und kam später noch mit einigen Leuten im sehr großen Gemeinschaftsraum der Hütte ins Gespräch über meine bisherige Route.

Der nächste und letzte Tag war wohl der sonnigste meiner Tour und führte mich von ca. 1000 m zurück auf Meeresniveau, wobei ich an zahlreichen Wasserfällen vorbeikam, die sich in ein enges Tal stürzten. Da ich sehr zeitig von der Hütte aufgebrochen war, hatte ich noch viel Zeit bis mein Bus zurück nach Bergen fuhr, so dass ich in schönstem Sonnenschein viele kleine Pausen mit großartiger Aussicht machen konnte.

img_9442-2Insgesamt habe ich auf meiner Tour in fünf Tagen gut 87 km auf der Landkarte sowie etliche Höhenmeter zurückgelegt. Am Abend des fünften Tages war ich also wieder in Bergen und freute mich sehr auf eine warme Dusche.

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