Camping in Finnland (Reisebericht)

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Camping_11Nachdem ich nun fünf Tage in Südschweden und Stockholm (siehe Reisebericht Stockholm) verbracht hatte, ging es am 25. August weiter nach Tampere im Süden Finnlands, wo ein weiterer Freund von mir gerade sein Auslandssemester verbringt.

Diese Reise war für mich in vielerlei Hinsicht eine Premiere: Ich war noch nie zuvor in Finnland, ich war noch nie zuvor so weit nördlich und ich war noch nie zuvor so weit östlich. Froh war ich allerdings vor allem darüber nach Schweden nun wieder in Euro bezahlen zu können. Finnland birgt für einen Mitteleuropäer allerdings auch eine Schwierigkeit: Die Sprache. In den meisten Sprachen der Länder die ich bisher besucht hatte war es möglich sich (zumindest in kleinen Teilen) Bedeutungen herzuleiten, das ist im Finnischen höchstens möglich wenn das Wort Sauna im Satz vorkommt. Bis zu meiner Abreise konnte ich gerade ‚Hallo‘ und ‚Danke‘ auf finnisch sagen. Da ich während meines Aufenthalts allerdings hauptsächlich mit Erasmus-Studenten zu tun hatte und auch der Großteil der Finnen sehr gut englisch spricht beschränkten sich diese Probleme höchstens auf das Entziffern der Namen von Straßen und Bushaltestellen.

Camping_02Camping_01Das Wetter empfing mich in Finnland ganz anders, als es mich in Stockholm verabschiedet hatte. Die ersten Tage regnete es beinahe ununterbrochen. Doch als der Wetterbericht Besserung versprach beschlossen wir mit einer Gruppe von fünf Personen vom Jedermannsrecht Gebrauch zu machen und für zwei Nächte in der Wildnis zu Campen.

Wir hatten erstklassiges Wetter und ich war von diesem Camping-Trip so begeistert, dass ich mir in der Woche danach noch einmal alleine ein Zelt auslieh und beschloss den ‚Birgitta Trail‘, einen ungefähr 50 km langen Rundweg in der Nähe von Tampere zu wandern.

Mit Gepäck für zwei Tage auf dem Rücken machte ich mich also auf den Weg.

Am ersten Tag musste ich noch ein Stück durch bewohntes Gebiet laufen, doch gegen Mittag betrat ich dann zum ersten Mal den Teil des Wanderweges, der nur noch zu Fuß zugänglich ist. Während einer solchen Wanderung ist es natürlich nicht immer möglich die Kamera griffbereit zu haben und da der zweite Teil meiner Wanderung sowieso der schönere sein sollte beschränkte ich mich am ersten Tag hauptsächlich auf das Wandern.

Camping_14Mein Zelt schlug ich am ersten Abend in einem recht dichten Waldstück an einem eher unspektakulären Platz auf und vertrieb mir den Abend damit Pilze zu fotografieren.

Die meisten (der wirklich vielen) Pilze, die ich auf meiner Wanderung sah, wären wohl tatsächlich essbar gewesen, doch für das Sammeln und Essen von wilden Pilzen reicht mein Wissen nicht aus und so beschränkte ich mich auf das Fotografieren der Waldfrüchte, obwohl ich sie auch gerne auch gegessen hätte. Stattdessen gab es belegtes Brot und Müsliriegel zum Abendbrot.

Camping_12Am zweiten Tag meiner Reise lief ich zunächst wieder kurz durch bewohntes Gebiet. Das kam mir nun allerdings sehr entgegen, denn so konnte ich mir auf Nachfrage mein Trinkwasser an einem Außenwasserhahn wieder auffüllen. Nach einigen Stunden begann nun der schönste Teil des Weges zwischen vielen kleinen Seen und das bei teilweise strahlendem Sonnenschein.

Ich erreichte mein Tagesziel, eine offizielle Schutzhütte mit Feuerstelle, schon recht früh, sodass ich in der Umgebung nach einem schönen Platz für mein Zelt Ausschau halten konnte, was sich aufgrund der vielen Steine als nicht sehr einfach erwies. Nach einer Weile aber fand ich eine schöne Stelle am Ufer eines Sees und baute das Zelt auf.

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Das Abendbrot fiel an diesem Abend deutlich schöner und leckerer aus. Da ich nun eine Feuerstelle zur Verfügung hatte konnte ich mir meine Brote aufwärmen und Seewasser abkochen um es trinkbar zu machen. Als Nachtisch hob ich mir eine Schale Himbeeren auf, die ich auf dem Weg gesammelt hatte.

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Wie der Tag war auch der Abend sehr schön und ich genoss die letzten Sonnenstrahlen am Ufer des Sees.

Als es dunkler wurde kamen Fledermäuse und flatterten über den See. Ich versuchte sie mit Blitz zu fotografieren, was gar nicht so einfach ist, weil der Autofokus bei solch schlechtem Licht nicht funktioniert. Ich war also darauf angewiesen manuell scharf zu stellen, was eher einem Glücksspiel gleicht. Eines der vielen Bilder ist allerdings sogar recht scharf geworden.

Das hier sind zunächst hauptsächlich Bilder von den zwei Tagen meines Camping-Trips in Finnland, es werden sicherlich noch weitere folgen …Camping_09Camping_08Camping_10

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