Seewetter

Wie ihr vielleicht schon wisst, habe ich einen Großteil der letzten zwei Monate an Bord des Forschungsschiffs Maria S. Merian mit ozeanographischen Forschungen auf dem Nordatlantik auf einer Reise von Kiel nach St. John’s, Neufundland verbracht. Es war eine wunderschöne Zeit, in der ich den normalen Alltag an Land tatsächlich teilweise komplett ausgeblendet habe und trotz viel Arbeit voller Sehnsucht nach dem offenen Meer zurückkam.

Also habe ich mir gedacht, ich stille meine Sehnsucht ein bisschen, indem ich euch Bilder von den verschiedensten Wettersituationen auf See zeige, die ich auf den zwei Seereisen in diesem und im letzten Jahr so erlebt habe.

IMG_7917Elbmündung im Sonnenuntergang. Als wir am ersten Tag der Reise 2016 die Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel verließen, verabschiedete Deutschland uns mit einem unglaublich bunten Himmel zum Sonnenuntergang, im Hintergrund ist die Schleswig-Holsteinische Seite der Elbmündung zu sehen.

IMG_8398-2Auch dieses Bild stammt aus diesem Jahr. Zum Sonnenuntergang türmten sich Ende April säulenförmige Wolken im Westen auf und wurden bald von der untergehenden Sonne in prächtigen Rottönen angestrahlt.

IMG_3624-2Dieses Bild ist im letzten Jahr Anfang Mai entstanden, als die Sonne nach einem bedeckten und etwas regnerischen Tag gegen Abend noch einmal die Wolken in grellem rot anstrahlte. Auch wenn es möglicherweise so anmutet, die Farben dieses Bildes sind nicht verändert, es sah vor Ort wirklich so rot aus.

IMG_8270-2Manchmal ist die See auch etwas rauer. Dieses Bild ist in diesem Jahr Anfang April entstanden, zum Zeitpunkt der Aufnahme herrschte mit Windstärke 9-10 und Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 m/s zwar noch nicht das Maximum, was wir auf der Reise erlebt haben, aber es reichte um die See schon mächtig aufzuwühlen.

IMG_3654-2An anderen Tagen kann die See allerdings auch mal so aussehen wie hier auf einem Bild aus dem letzten Mai zu sehen. Nahezu ohne Wind und Wellen gleicht das Meer einem Ententeich, was teilweise sehr merkwürdig und ungewohnt ist, da man tatsächlich fast nichts hört außer den Geräuschen, die das Schiff verursacht und vielleicht mal ein seichtes Plätschern der Wellen an den Schiffsrumpf.

IMG_3876-2Natürlich bietet der ständig freie Blick auf den Horizont auch immer Gelegenheiten für kitschige Sonnenauf- und –untergänge. Dieser Sonnenaufgang erwartete mich im letzten Jahr direkt nach dem Ende meiner Schicht um ca. 4:30 morgens.

IMG_3982Dies ist ein Sonnenuntergang  aus dem letzten Jahr. Ich habe letztes und auch dieses Jahr ständig darauf gehofft einmal den sogenannten grünen Blitz zu sehen, der manchmal direkt nach dem Verschwinden der roten Sonne als grünes Leuchten zu erkennen ist, weil durch die Lichtbrechung in der Atmosphäre der grüne Teil des Sonnenlichts ein paar Sekunden länger zu sehen ist, als der Hauptanteil des Sonnenlichts (siehe auch Wikipedia, grüner Blitz). Leider war es mir nicht vergönnt.

IMG_8440-2Natürlich war nachts auch immer mal der Mond zu erkennen und nein, hier sind keine Aliens auf dem Mond gelandet, es handelt sich um einen Windmesser des Schiffs, der hier als Schatten vor dem Mond zu erkennen ist.

IMG_8914-2Wenn man über Seewetter vor der Küste Neufundlands spricht, dann muss natürlich auch der Nebel erwähnt werden, der sich aufgrund des Aufeinandertreffens warmer und kalter Luftmassen hier oft bildet. Nur sind Nebelbilder meist eher unspektakulär, es sei denn man fährt aus einer dichten Nebelbank auf die Küste zu, deren Konturen sich langsam aus dem Dunst schälen. So war es am Morgen des 9. Mai diesen Jahres, dem Tag des Einlaufens in St. John’s,  als uns nach einiger Zeit im Dunst das Land mit strahlendem Sonnenschein begrüßte.

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